Freelancer neben dem Studium

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Freie Mitarbeit oder Freelancing ist ebenfalls eine interessante Möglichkeit, das Studium zu finanzieren. Hier ist natürlich eine ordentliche Portion an Selbständigkeit und Eigenmotivation notwendig. Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Der Studierende ist nicht abhängig vom Jobangebot, dass in der jeweiligen Stadt herrscht, sondern kann sich seine Aufträge selber suchen. Daneben lernt man bereits im Studium wichtige Dinge für das spätere Berufsleben. Neben der Berufserfahrung ist das vor allem die Fähigkeit zur Selbstorganisation. Für zukünftige Arbeitgeber könnten Studenten, die als Freelancer gearbeitet haben, ebenfalls sehr interessant sein.

Wie werde ich Freelancer als Student?

  1. eigene Fähigkeiten einschätzen
  2. Zunächst stellt sich die Frage, was man selber besonders gut kann. Wenn das auch noch Fähigkeiten sind, die in der Wirtschaft gefragt sind, ist das schon mal von Vorteil. Mögliche Tätigkeiten eines Freelancers wären Grafikdesign, Programmierung, Texte verfassen, Übersetzungen, Softwaretesting, Webdesign, Onlinemarketing, Suchmaschinenoptimierung.

  3. eigene Fähigkeiten ausbauen
  4. Wer noch über keine relevanten Fähigkeiten verfügt, der sollte sich nebenbei etwas sinnvolles anlernen. Im Studium wird selten wirklich praktisches Knowhow vermittelt. Arbeitgeber legen aber genau auf dieses den meisten Wert. Es lohnt sich also nicht nur für mögliche Freelancertätigkeiten, sich praktische Fertigkeiten anzueignen. In der Bibliothek finden sich schnell Fachbücher und Anleitungen zu Webdesign, Programmierung … Auch ein Volkshochschulkurs kann ein guter Einstieg sein.

  5. den Markt sondieren
  6. Wenn ich ungefähr weiss, was ich gut kann, dann lohnt es sich, einen Blick auf den relevanten Markt zu werfen. Schon die Lektüre von Stellenanzeigen ist ein interessanter Anhaltspunkt. Hier findet man schnell Firmen, die grob das suchen, was man selber kann. Fachforen, Zeitungen und persönliche Kontakte können weitere wertvolle Hilfen bieten.

  7. Kontakt aufnehmen
  8. Businessnetzwerke wie Xing bieten die Möglichkeit, zu potentiellen Kunden Kontakt aufzunehmen. Direkt mit der Tür ins Haus fallen ist vielleicht nicht die beste Option. Vielleicht kann man zunächst ein lockeres Gespräch suchen und Interesse für die Firma, die Arbeit des Gesprächspartners signalisieren.

Was gibt es noch zu beachten

Wer Rechnungen schreibt und neben dem Studium als Freelancer arbeitet, der muss sich natürlich auch mit Steuern und sonstigen bürokratischen Hürden auseinandersetzen.

  • Steuernummer vom Finanzamt
  • Fällt die Tätigkeit unter die Freien Berufe kann man sich einfach beim Finanzamt eine Steuernummer holen und sich als Freiberufler melden. In der jährlichen Steuererklärung muss zusätzlich Anlage S ausgefüllt werden (Infos auch hier: https://www.elster.de/anwenderforum/showthread.php?32731-Freiberufler-welche-Formulare)

  • Gewerbe?
  • Tätigkeiten wie Webdesign und freie Autorenschaft könnten als Freiberuf durchgehen (hier kann das Finanzamt Auskunft geben). Bei anderen Tätigkeiten muss ein Gewerbe angemeldet werden. Die Anmeldung selber geht schnell und kostet um die 50 Euro Gebühren. Wer unter 17.500 Euro Umsatz bleibt fällt unter die Kleinunternehmerregelung und muss keine Mehrwertsteuer auf der Rechnung ausweisen (netto = brutto)

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