Studium mit Bafög finanzieren – Erfahrungsbericht

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Mit Bafög studieren

Allgemeine Informationen zum Bafög:

Ob man berechtigt ist, Bafög zu erhalten, hängt unter anderen von der Staatsangehörigkeit ab. In Deutschland haben sowohl deutsche als auch ausländische Mitbürger das Recht, Bafög in Anspruch zu nehmen. Des Weiteren entscheiden die Leistungen, ob man einen Baföganspruch hat oder nicht. In der Regel ist dies gegeben, wenn entsprechende Leistungsnachweise vorliegen.

Im dritten oder vierten Semester muss aus diesem Grund ein Nachweis vorgelegt werden. Bafög erhält man für den Besuch von weiterführenden Schulen, z. B. Haupt-, Realschule oder Gymnasium. Fach- und Fachoberschulbesuche werden durch Bafög unterstützt, sowie Berufsfachschulen, wenn eine Ausbildung nicht vorausgesetzt wird.

Des Weiteren kann man Bafög beantragen, wenn man eine Abendschule, Höhere Fachschule, Akademie, oder eine Hochschule besucht. Der Höchstsatz des Bafögs liegt bei Studierenden bei 670 Euro im Monat. Man hat die Möglichkeit einen Vollzuschuss, Zuschuss, oder einen Staats- oder Bankdarlehen zu wählen.

Nach Ende der Förderungsdauer ist das Bafög nach dem vierten Jahr zurückzuzahlen. Grundsätzlich zahlt man die Hälfte des Zuschusses als Darlehen zurück. Es gibt jedoch die Möglichkeit, durch einen besseren Abschluss, ein Teilerlass durch gute Noten zu erhalten.

Eigene Erfahrungen mit dem Bafög Studium:

Die Beantragung erfolgt bei dem jeweiligen Amt, wo die Hochschule oder Universität des Studierenden liegt. Grundsätzlich können nur Studenten oder Schüler Bafög beantragen, vor der Vollendung des 30. Lebensjahres. Bei einem Masterstudiengang liegt die Altersgrenze bei 35 Jahren.

Bei der Beantragung sollte man viel Zeit und Geduld mitbringen, denn in der Regel beantragen viele Studenten jedes Jahr Bafög. Die Mitarbeiter des Amtes benötigen mal mehr oder weniger Zeit für die Bearbeitung des Antrages. Zwischendurch kann man durchaus nach dem Bearbeitungsstand fragen.

Ob man überhaut Bafög bekommt, hängt zum einen vom eigenen Vermögen und dem Einkommen der Eltern ab. Ich habe damals noch im Elternhaus gewohnt, aus diesem Grund habe ich keinen hohen Zuschuss erhalten. Wenn man bereits Kinder hat, erhöht sich der monatliche Zuschuss. Reicht das Bafög zur Lebenserhaltung nicht aus, kann man nebenbei einer Arbeit nachgehen.

Man sollte jedoch beachten, dass die Arbeit nicht zu viel Zeit in Anspruch nimmt. Monatlich darf man maximal 450 Euro dazu verdienen. Auf das Jahr gerechnet liegt die Grenze bei 4800 Euro. Wird diese Grenze überschritten, dann wird der Überschuss vom Bafög einbehalten. Bezieht man eine eigene Wohnung, wird man nicht umhin kommen, nebenbei jobben zu gehen.

Vor- und Nachteile:

Der Vorteil durch den Erhalt von Bafög ist, dass man sich zunächst keine Sorgen um die monatlichen Belastungen machen muss. Nachteilig ist allerdings, dass das Bafög nach einem vorgeschrieben Zeitraum wieder zur Hälfte zurückgezahlt werden muss.

Wer bis zu diesem Zeitpunkt viel Geld, z. B. durch einen gut bezahlten Job nach dem Abschluss sparen konnte, kommt bei der Rückzahlung sehr gut weg. Denn bei der sofortigen Rückzahlung wird ein Teilerlass angeboten. Dies gilt allerdings nur, wenn der Betrag mit einmal zurückgezahlt werden kann. Ist dies nicht der Fall, kann ein monatlicher Abschlag gezahlt werden.

Hat man während des Studiums regelmäßig und viel Bafög erhalten, wird die Rückzahlungssumme wesentlich höher ausfallen. Allerdings ist der Betrag bis zu einer Höhe von 10000 Euro gedeckelt.

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