Archive for the ‘Bafög’ Category

Bafög und Vermögen

15. April 2016 11:02
posted by adminjanoscho
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Vermögen und Einkommen sind verschieden, auch aus Sicht des Bafög-Amtes. Einkommen bedeutet den regelmäßigen Zufluss an Geld durch abhängige, selbstständige oder andere Tätigkeiten, Vermögen bezeichnet hingegen ganz einfach das, was man an Finanzen, Anlagen und Wertgegenständen bereits besitzt. Folgende Bestimmungen über das Vermögen eines Auszubildenden und wie es für einen Bafög-Antrag beachtet werden muss, findet man unter § 26 bis § 30 des Bafög-Gesetzes.

Grundsätzliche Freibeträge

Für die Bafög-Berechnung gilt dabei, dass das Vermögen der Eltern keine Rolle spielt – im Gegensatz zu deren Einkommen. Stattdessen müssen die Vermögen des Auszubildenden, des Ehegatten oder Lebenspartners des Auszubildenden sowie der Kinder des Auszubildenden angerechnet werden. Für diese jeweiligen Personen bleiben folgende Vermögenswerte anrechnungsfrei: Für die auszubildende Person selbst müssen 5.200 Euro (ab 1. August 2016: 7.500 Euro) nicht angerechnet werden. Für Ehegatten bzw. Lebensgefährten sind es 1.800 Euro (ab 1. August 2016: 2.100 Euro), und für jedes Kind der auszubildenden Person bleiben 1.800 Euro (ab 1. August 2016: 2.100 Euro) übrig. Da sich die Freibeträge ab August 2016 erhöhen, ist noch wichtig zu erwähnen, dass es immer das Datum der Antragstellung ist, nach dem über die Höhe jener Freibeträge entschieden wird. Bafög-Anträge vor dem 1. August 2016 werden also noch nach den alten Freibeträgen berechnet.

Anlagen und Schulden

Neben dem bloßen Geld auf dem Girokonto zählen auch noch andere Werte als anrechenbares Vermögen, darunter zum Beispiel Wertpapiere, deren jeweiliger Kurswert zum Zeitpunkt der Antragstellung genannt werden muss. Andere sind Bausparverträge, Kapitallebensversicherungen und sogar Sparbücher, darunter auch solche, die andere Personen für den Antragsteller angelegt haben. Das kann einen Fallstrick darstellen, wenn man selbst nichts von diesem eigenen Vermögen weiß, das andere Personen für jemanden ansparen, es gilt als verstecktes Vermögen. Wie liquide all diese Anlagen sind, also wie schnell das Geld verfügbar ist, spielt dabei keine Rolle. Egal ob also jederzeit abhebbares Geld auf dem Konto zur Verfügung steht oder Beträge in naher Zukunft erhältlich sind, weil man sie erst nach Ablauf gewisser Sparverträge erhält – alles muss als Vermögen angerechnet werden! Für die eigene Riester-Rente gilt speziell, dass sie zwar ebenfalls als Vermögen zu betrachten ist, jedoch für jedes Jahr ein gewisser angesparter Betrag von der Anrechnung freigestellt wird. Ab 2008 sind das 2.100 Euro Freibetrag für jedes Jahr.

Umgekehrt kann man jedoch auch Schulden und Lasten vom Vermögen abziehen, wenn die finanzielle Situation von so etwas erschwert wird. Darunter zählen vor allem die meisten Studiendarlehen wie Kredite, Bafög- und Studienbeitragsdarlehen. Dabei spielt es keine Rolle, ob man mit einer Geltendmachung der Forderungen bereits innerhalb des Bewilligungszeitraums rechnen kann.

Eigenes Auto als Vermögen

Während Möbel und Haushaltsgegenstände bzw. -geräte nicht als Vermögen zählen, verhält es sich mit Autos etwas komplizierter. Denn hier kommt es darauf an, wer letztendlich der Besitzer des Autos ist. Und das wird durch den Kaufvertrag bestimmt, auf dem die Unterschrift den Besitzer ausmacht. Selbst wenn der Wagen auf eine andere Person zugelassen ist, so gilt das Fahrzeug dennoch als Vermögenswert des Eigentümers, und nicht des Halters. Erst wenn kein Kaufvertrag mehr vorhanden ist, wird das Amt automatisch die Person, auf die der Wagen zugelassen ist und diese auch die entsprechenden Zulassungsbescheinigungen hat, als Besitzer des Wagens ansehen.

Sollte der Auszubildende der Besitzer sein, wird das Fahrzeug dann in Höhe seines Zeitwertes dem Vermögen hinzugerechnet, wenn es zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits vollständig bezahlt wurde. Im Internet lässt sich der Auto Verkaufswert berechnen. Ist es hingegen noch nicht vollständig abbezahlt, wird diese Restschuld gegenüber dem Autohändler oder der Bank dem eigenen Vermögen wieder abgezogen. Sollte das Auto dem Autohändler bzw. der Bank zur Sicherung der Darlehensforderung übergeben worden sein, zählt die Differenz zwischen dem Zeitwert des Wagens und der noch bestehenden Verbindlichkeit. Sollte die Verbindlichkeit größer sein als der Zeitwert, wird diese Differenz vom Vermögen abgezogen. Wenn das Auto hingegen nur gemietet oder geleast ist, wird es nicht mit zum Vermögen angerechnet, allerdings werden auch die monatlichen Mietraten nicht davon abgezogen. In solch einem Fall spielt das Auto also keine Rolle bei der Vermögensberechnung.

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Meister-Bafög – Alternative für nichtakademische Weiterbildung

27. Juni 2014 15:18
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Wer die Ausbildung zum Meister, Techniker, Fach- oder Betriebswirt plant, dem greifen Bund und Länder mit dem Meister-Bafög finanziell unter die Arme. Auch Studenten, die bereits erfolgreich eine Lehre oder Berufsfachschule abgeschlossen haben, können es erhalten, solange sie noch über keinen Hochschulabschluss verfügen. Denn wer schon eine gleichwertige oder höhere Qualifikation besitzt, bekommt kein Meister-Bafög.

Meister-Bafög gilt nicht nur für das Handwerk, sondern für alle Berufsbereiche. Altersbeschränkungen gibt es keine. Ob die Weiterbildung in Voll- oder Teilzeit, durch eine Schule oder im Fernunterricht durchgeführt wird, spielt keine Rolle. Maßgeblich ist lediglich, dass die Maßnahme förderungswürdig ist und zu einem anerkannten höheren Berufsabschluss als eine Facharbeiter oder Gesellenprüfung führt. Die Fortbildung muss mindestens 400 Unterrichtsstunden umfassen und darf nicht länger als drei, bei Teilzeit vier Jahre dauern

Was umfasst das Bafög?

Die Förderung setzt sich aus Zuschüssen, die man nicht zurückzahlen muss und einem zinsgünstigen Darlehen mit Erlassmöglichkeiten zusammen und enthält drei Elemente:

1. Unabhängig von Einkommen und Vermögen des Schülers übernimmt das Meister-Bafög die Gebühren für Lehrgang und Prüfung. Es finanziert die tatsächlichen Kosten bis höchstens 10.226,00 €. Davon sind 30,5 % Zuschuss, der Rest zinsgünstiges Darlehen.

2. Die anfallenden Kosten für das Anfertigen des Prüfungsstückes werden zur Hälfte als Darlehen gedeckt, höchstens bis 1.534,00€.

3. Vollzeitschüler bekommen einen Beitrag zum Lebensunterhalt, der gleichfalls aus Zuschuss und Darlehen besteht. Die Höhe richtet sich nach Familienstand und Zahl der Kinder und hängt von Einkommen und Vermögen des Teilnehmers ab. Selbstgenutztes Wohneigentum oder Bausparverträge bleiben unberücksichtigt. Das Einkommen des Ehegatten/eingetragenen Lebenspartners wird angerechnet. Nach Ende des Kurses kann der Unterhaltsbeitrag auf Antrag bis zur Prüfung bis zu drei Monate als Darlehen weitergezahlt werden.

Die Rahmenbedingungen

Gefördert wird ab Beginn der Maßnahme, frühestens ab dem Antragsmonat. Rückwirkend ist dies nicht möglich. Der Fortbildungswillige sollte deshalb den Antrag mindestens 8 Wochen im Voraus bei den kommunalen Ämtern für Ausbildungsförderung seines Wohnsitzes abgeben. Es kann zwar schneller gehen, doch gehen erfahrungsgemäß viele Anträge auf einmal ein, wenn eine Maßnahme beginnt. Da kann leicht mal ein Bearbeitungsstau entstehen.

Das Darlehen gewährt die Kreditanstalt für Wiederaufbau in Bonn. Wieviel Darlehen man höchstens bekommt, steht im Bewilligungsbescheid des Antrags. Der Geförderte kann frei entscheiden, wieviel davon er in Anspruch nehmen möchte. Das kann auch ein geringerer Betrag sein, als ihm eigentlich zusteht.

Die Rückzahlung

Während der Zeit der Fortbildung und zwei Jahre darüber hinaus ist das Darlehen für längstens sechs Jahre zins- und tilgungsfrei. In dieser Zeit übernimmt der Staat die Zinsen. Danach ist es innerhalb von 10 Jahren mit monatlichen Raten von mindestens 128,00 € zu tilgen. Es kann auch in einer Summe oder in Teilbeträgen von vollen 500,00 € zurückgezahlt werden. Wer die Abschlussprüfung bestanden hat oder sich innerhalb von 3 Jahren nach der Fortbildung selbständig macht, dem wird auf Antrag ein Teil des Darlehens erlassen.

Um beruflich voranzukommen oder als Selbständiger Fuß zu fassen, sind gute Bildungsabschlüsse unerlässlich. Für Studenten, die einen solchen Abschluss entweder als zweites Standbein oder Alternative zum Studium ins Auge fassen, braucht dies aufgrund des Meister-Bafögs nicht am Finanziellen zu scheitern.

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BAföG Rückzahlung

26. Juni 2014 16:22
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Studierende, die BAföG erhalten, bekommen diese Leistung zu 50 Prozent als Zuschuss und zu 50 Prozent als unverzinsliches Darlehen des Staates. Geht es nach dem Studium um die BAföG Rückzahlung, betrifft das ausschließlich den Teil des BAföGs, der den Studierenden als Staatsdarlehen gewährt wurde. Erst fünf Jahre nach dem Studium beginnt die Tilgung des zinsfreien Darlehens.

Ehemalige Bezieher von BAföG-Leistungen erhalten vorher ein Schreiben des Bundesverwaltungsamtes, in dem die Rückzahlungsverpflichtung angekündigt wird.

Vor Eintritt der Fälligkeit ergeht ein sogenannter Darlehenserfassungsbescheid vom Bundesverwaltungsamt. In diesem Bescheid gibt es Hinweise auf Möglichkeiten zum Teilerlass und die dabei einzuhaltenden Fristen. Verabsäumen Darlehensnehmer diese Frist, ist ein möglicher Teilerlass später nicht mehr durchsetzbar.

Der Rückzahlungsbescheid

In dem vom Bundesverwaltungsamt erstellten Rückzahlungsbescheid, in den eventuell ein Teilerlass einfließt, legt das Verwaltungsamt die Modalitäten der Rückzahlung fest. Der Darlehensnehmer erfährt die Höhe des Gesamtbetrages, die monatliche Rate und den konkreten Fälligkeitstermin.

Gegen diesen Bescheid darf der Darlehensnehmer innerhalb einer Frist von einem Monat Widerspruch einlegen, wenn der Bescheid nach seiner Auffassung Fehler enthält. Lässt der Darlehensnehmer diese Frist verstreichen, erhält der Bescheid automatisch Bestandskraft.

Modalitäten der BAföG Rückzahlung

Die Rückzahlungen des BAföG beginnen fünf Jahre nach der Förderungshöchstdauer. Die monatliche Rate beträgt mindestens 105 Euro. Dementsprechend sind vom Darlehensnehmer quartalsweise 315 Euro zu tilgen. Das komplette Darlehen muss innerhalb von 20 Jahren getilgt sein. Der Rückzahlungsbetrag ist dabei auf maximal 10.000 Euro begrenzt, sofern das Studium erst nach dem 28.02.2001 angetreten wurde.

Es handelt sich um ein zinsloses Darlehen bei vereinbarungsgemäßer und fristgerechter Tilgung. Gerät der Darlehensnehmer mit der Rückzahlung der Raten in Verzug, fallen bei mehr als 45 Tagen Verzugszinsen an.

Bei zu geringem Einkommen kann die Behörde auf Antrag einen Zahlungsaufschub gewähren. Entsprechende Regelungen dazu sind unter § 18a Abs. 1 BAföG getroffen.

Wird dem Antrag auf Zahlungsaufschub aufgrund der finanziellen Situation stattgegeben, ist der Betroffene verpflichtet, jede Änderung bei den finanziellen Verhältnissen anzuzeigen. Einem Antrag auf Zahlungsaufschub kann bis maximal vier Monaten rückwirkend stattgegeben werden.

Hohe Nachlässe bei vorzeitiger Tilgung

Wer finanziell in der Lage ist, das Darlehen vorzeitig zu tilgen, sollte das tun. Es winken hohe Nachlässe.

Wie viel Nachlass das Bundesverwaltungsamt gewährt, ist von der Höhe des Ablösebetrages abhängig. Maximal sind es 50,5 und minimal acht Prozent des Darlehensbetrages. Je höher der Ablösebetrag ist, desto höher ist der Nachlass. Wer das Geld auf der hohen Kante hat, sollte das Darlehen in einem Betrag ablösen.

Auf diese Art lässt sich richtig viel Geld sparen. Aber auch für diejenigen, die keine Ersparnisse haben, kann die vorzeitige Ablösung mit einem Ratenkredit attraktiv sein. Bei niedrigen Kreditzinsen lohnt es sich, einen Kredit aufzunehmen, um damit das Darlehen komplett abzulösen. In der Summe sind dann die Zinsen für den Kredit niedriger, als der mögliche Nachlass, den das Bundesverwaltungsamt bei vorzeitiger Tilgung gewährt.

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Elternunabhängiges BAföG -was beachten?

24. Juni 2014 15:49
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Um ihr Studium finanzieren zu können, sind viele Studierende auf BAföG angewiesen – die staatliche Unterstützung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz für Schüler und Studenten. Die eine Hälfte der monatlichen Förderung gibt es als Zuschuss ohne Gegenleistung, die anderen 50 Prozent als zinslosen Kredit. So sieht es der Gesetzgeber für alle Studentinnen und Studenten an Hochschulen, Akademien sowie Höheren Fachschulen vor.

Viele Studierende stellen erst gar keinen Antrag – da sie der Ansicht sind: „Ich bekomme sowieso kein Bafög, weil meine Eltern zu viel verdienen.“ Das stimmt oft – aber nicht immer.

Ausnahmen von der Anrechnungsregel

Richtig ist, dass das Einkommen der Eltern in den meisten Fällen bei der Berechnung von BAföG eine Rolle spielt. Der Zahnarztsohn oder die Fabrikantentochter werden kaum staatliche Unterstützung für ihr Studium erhalten. Es gibt jedoch Ausnahmen von der Anrechnungsregel.

Generell können Studierende in folgenden Fällen Anspruch auf elternunabhängiges Bafög erheben:

  • Wenn sie zu Beginn ihres Studiums bereits 30 Jahre und älter sind – und trotz dieses Alters gefördert werden;
  • wenn sie, bevor sie ihr Studium aufnahmen, bereits mehr als fünf Jahre berufstätig und in dieser Zeit schon volljährig waren (18 Jahre und älter);
  • wenn sie vor ihrer Einschreibung schon eine berufsqualifizierende Ausbildung absolviert haben und danach erwerbstätig waren: Insgesamt müssen mindenstens sechs Jahre erreicht werden.
  • Schließlich besteht Anspruch auf elternunabhängiges Bafög, wenn die Eltern nicht „greifbar“ sind: Sei es, dass sie im Ausland leben, oder sei es, dass ihr Aufenthaltsort gar nicht bekannt ist.

Eigene Erwerbstätigkeit vor dem Studium

Wer nach seinem 18. Geburtstag eine Ausbildung begonnen hat und danach erwerbstätig war – oder nach der Volljährigkeit sofort in einen Beruf einstieg – kann elternunabhängig gefördert werden. Der Gesetzgeber geht dabei von folgender Überlegung aus: Verfügte jemand schon längere Zeit über eigenes Geld – und konnte seinen Lebensunterhalt davon bestreiten – wird er gegenüber seinen Eltern keine Unterhaltssprüche mehr geltend machen können, wenn er studiert.

Bedingung: mindestens 716,40 Euro im Monat verdient

Frühere Erwerbstätigkeit wird für elternunabhängiges BAföG nur berücksichtigt, wenn monatlich mindestens 716,40 Euro Brutto verdient wurden; egal ob in Voll- oder Teilzeit.Der Monatslohn musste so ausreichend sein, dass noch genug Geld für Vorsorge blieb: gegen die Folgen von Arbeitslosigkeit, Krankheit und Alter.

Für die Berechnung der anerkannten erwerbstätigen Zeit wird übrigens noch weitaus mehr berücksichtigt als Berufstätigkeit: von Zivil- und Wehrdienst über Kinderbetreuung, Mutterschutz und Erwerbsunfähigkeit bis zu Arbeitslosigkeit.

Eltern (unbekannt) verzogen

Wenn der Studierende selbst nicht weiß, wo sich seine Vater und seine Mutter aufhalten, kann logischerweise auch nicht das Einkommen der Eltern bei der BAföG-Berechnung einbezogen werden. Als „unbekannt“ gilt der Aufenthaltsort der Eltern (oder des Vaters oder der Mutter) aber nur dann, wenn auch das Amt für Ausbildungsförderung ihn nicht kennt – und wenn alle Anstrengungen, den Aufenthalt zu ermitteln, vergeblich bleiben.

Halten sich die Eltern dauerhaft im Ausland auf, bleibt ihr Einkommen für die BAföG-Berechnung in den folgenden Fällen unberücksichtigt: Sie können keinen Unterhalt an den Studierenden zahlen, weil zwingende rechtliche Gründe sie hindern – oder sie setzen sich bei der Zahlung Gefahren in ihrem Heimatland aus, etwa durch Verfolgung.

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Bewilligungszeitraum Bafög

28. Februar 2014 13:04
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Unter dem Bewilligungszeitraum – auch unter der Abkürzung BWZ bekannt – versteht man den Zeitraum, in denen das Amt für Ausbildungsförderung BAföG auszahlt. Im Normalfall handelt es sich um 12 Monate, die der BWZ andauert, d.h. zwei Semester. Unter Umständen kann es auch sein, dass der Anspruch auf BAföG auch kürzer ausfällt als 12 Monate. Daneben ist es möglich den Anfang der Auszahlungen zu beeinflussen.

Wichtig ist hier, wann der Erstantrag beim BAföG-Amt eingegangen ist. Ab diesem Zeitpunkt werden nun 12 Monate gezählt. In der Regel dauert der BWZ für Studenten also von Oktober bis September des Folgejahres. Dabei sollte man allerdings beachten, dass bei späterer Abgabe des Erstantrags eine Rückzahlung für bereits verstrichene Monate, in denen man sich in Ausbildung befunden hatte, nicht möglich ist.

Was zu beachten?

Es gilt ein paar Dinge zu beachten, die pro BWZ gelten. Studenten, die BAföG beziehen, dürfen während dieser Zeit maximal 4.480€ brutto verdienen, das sind durchschnittlich 406€ pro Monat. Sollte man mehr verdienen, so hat das BAföG-Amt das Recht die geleisteten Zahlungen zurückzuverlangen oder zu kürzen.

Es ist wichtig, dass man Lohnabrechnungen und Ähnliches für die spätere Kontrolle aufhebt, um sie später dem Amt zur Verfügung zu stellen. Ist man verheiratet, jemandem zum Unterhalt verpflichtet oder hat Kinder, so ändert sich die Grenze des Einkommens.

Außerdem zählt Einkommen, das man aus einem vorgeschriebenen Praktikum des Studiums erzielt, nicht als anrechenbar. Zusätzlich wird Kindergeld, Unterhalt der Eltern oder ein Studienkredit ebenfalls nicht angerechnet. Geld, das man aus einem Stipendium erhält, wird allerdings dem eigenen Einkommen angerechnet.

Verlängerung des Zeitraums

Um den Bewilligungszeitraum zu verlängern ist es notwendig, rechtzeitig einen Folgeantrag zu stellen, damit sich keine Zahlungspausen ergeben. Er sollte am besten spätestens zwei Monate vor Ablauf des aktuellen BWZ gestellt werden, in der Regel gilt der 31.Juli als Datum, das man sich merken sollte. Beim Folgeantrag wird man dann aufgefordert sein verdientes Einkommen belegen zu können, was bedeutet, dass Lohnabrechnungen in Kopie dem Amt vorgelegt werden sollen.

Hat man den Antrag korrekt ausgefüllt und alle notwendigen Unterlagen abgegeben, so wird das BAföG-Amt den Anspruch erneut prüfen, den Studenten Bescheid geben und gegebenenfalls wird sich der Bewilligungszeitraum um 12 Monate verlängern.

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Einkommensgrenze für das Bafög

27. Februar 2014 18:01
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Das Bafög ist eine Leistung des Staates zur Bestreitung des Lebensunterhaltes des Studenten, wenn dieser nicht anderweitig ausreichend gedeckt ist. Bafög wird zur Hälfte als Darlehen gewährt, das nach dem Studium zurück gezahlt werden muss. Für Studenten die bei den Eltern wohnen liegt der Baföghöchstsatz bei 495 €und für Studenten die nicht mehr bei den Eltern wohnen bei 670 € pro Monat. Zur Berechnung des Bedarfs werden das eigene Einkommen und das der Eltern berücksichtigt, bei verheirateten Studenten auch das des Ehegatten.

Einkommensgrenzen des Studenten

Das Einkommen des Studenten wird im Bewilligungszeitraum, also in dem Jahr indem die Förderung gewährt wird, berücksichtigt. Das heißt, das Einkommen wird erst einmal geschätzt. Falls das Einkommen im Bewilligungszeitraum tatsächlich höher ausfällt, muss das BAföG zurück gezahlt werden, beziehungsweise es wird dem Darlehensbetrag zugerechnet, falls der Student nicht entsprechende Rücklagen gebildet hat.

Vom Bruttobetrag des Einkommens werden Freibeträge abgerechnet

Vom Bruttoertrag werden diverse Freibeträge abgezogen. Ist der Student verheiratet oder hat er Kinder, werden auch hierfür Freibeträge angerechnet. Vom Einkommen aus nichtselbständiger Beschäftigung wird ein Freibetrag in Höhe von 255 € für den Studenten selbst, 535 € für den Ehegatten des Studenten, falls er kein eigenes Einkommen hat und 485 € für jedes Kind angerechnet.

Erhält der Student Unterhaltszahlungen von den Eltern oder zum Beispiel von einem geschiedenen oder getrennt lebenden Ehegatten, wird dies komplett vom Bedarf abgezogen, es gibt hier keine Freibetragsgrenzen.

Anrechnungsfreies Bruttoeinkommen

Vom Bruttoeinkommen werden dann jeweils 1000 € Werbungskostenpauschale sowie 23,1 % Sozialversicherungsabgabe abgezogen. Hierdurch ergibt sich bei einem Studenten ohne Ehegatten und ohne Kinder ein Bruttoeinkommen von 4880 € das im Bewilligunszeitraum anrechungsfrei bleibt.

Einkommensgrenzen der Eltern

Das Einkommen der Eltern wird dagegen vom vorletzten Jahr vor dem BAföG Bezug gerechnet. Von dem monatlichen Bruttoeinkommen werden die Werbekostenpauschale in Höhe von mindestens 1000 €, die Sozialpauschale in Höhe von 21,3 %, sowie die Steuern abgezogen. Von dem verbleibenden Nettoeinkommen wird nochmals ein Freibetrag abgezogen, bei verheirateten zusammen lebenden Eltern sind das 1605 €, für jedes weitere Kind können dann nochmals 485 € in Abzug gebracht werden.

Feste Einkommensgrenzen existieren nicht, es wird in jedem Einzelfall berechnet, dabei kommt es darauf an, was für Einkommen erzielt wird, z.B. Rente, Einkünfte aus selbständiger Arbeit oder aus nicht- selbständiger Arbeit usw. Je nach Einkunftsart variieren die Abzüge. Deshalb lässt man sich am besten unverbindlich vom Bafögamt den möglichen Anspruch ausrechnen.

Es gibt auch die Fälle einer elternunabhängige Förderung, wenn der Student nach Vollendung des achtzehnten Lebensjahres fünf Jahre oder nach einer Ausbildung drei Jahre berufstätig war und sich selbst finanzieren konnte.

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Lebenshaltungskosten als Student

17:48
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Der Beginn eines Studiums bringt in der Regel gravierende Veränderungen im Alltag mit sich. Dies betrifft insbesondere häusliche als auch finanzielle Umstände, sodass eine gute Organisation von größter Wichtigkeit ist, um die monatlichen Lebenshaltungskosten auch tragen zu können. Doch wie sehen besagte Kosten für Studenten eigentlich aus?

Allgemeine Daten

Vorneweg sei gesagt, dass kein allumfassender Ausgangsstandpunkt existiert, weil jeder Fall letztendlich individuell ist. Daher beruhen die folgenden Fakten auf den durchschnittlichen Messwerten von Forschern, die sich mit der Thematik auseinandergesetzt haben.

Jedoch dienen sie trotzdem als eine gute Vorlage zum Einschätzen, welche expliziten Lebenshaltungskosten auf Studierende zukommen werden.

Wohnkosten

Durchschnittlich zahlen Studenten für ihre Unterkunft monatlich 240 bis 360 Euro, wobei der Gesamtwert in manchen Städten Deutschlands noch etwas höher liegt. Die günstigste Wohnform stellt hierbei das Wohnheim dar, welches mit besagten 240 Euro bereits auskommt. Etwa 10 Euro höher fällt die Untermiete aus, was beim Bezug eines einzigen Zimmers durchaus kostspielig in den Augen eines Studenten erscheinen mag.

Vorteilhafter fällt die Wahl einer Wohngemeinschaft aus, da 280 Euro im Schnitt für viele Studierende als leistbar erscheinen, nachdem sie auf diese Weise eine eigene Wohnung mit sympathischen Mitbewohnern teilen können. Das selbstständige Beziehen einer Wohnung bringt die höchsten Kosten mit sich, selbst wenn die Unterkunft mit einem Partner geteilt wird.

Herkömmlicherweise zahlen Studenten 320 bis 360 Euro monatlich für die eigenen vier Wände. Die Wohnkosten werden in jedem Fall nur bis ca. 225 Euro vom BAföG berücksichtigt, sodass eine Mehrbelastung von Studierenden selbstständig getragen werden muss.

Ernährungskosten

Die konkreten Beträge der Studentenernährung liegen regulär bei 155 bis 170 Euro. Abweichungen ergeben sich durch unregelmäßiges Essverhalten und die Herkunft der Nahrungsmittel bzw. Mahlzeiten. Es ist notwendig, genau abzuwägen, ob Mahlzeiten selbst gekocht oder andernorts erworben werden sollen.

Hinzu kommt, dass ein gezielter Lebensmitteleinkauf einkalkuliert werden muss, um das unnötige Verderben der Nahrungsmittel möglichst zu vermeiden und somit wiederum Kosten zu sparen. Oftmals unterschätzen Studenten den Geldverbrauch bei Lebensmitteln, sodass sich ein genaues Beobachten der eigenen Essgewohnheiten vor Beginn des Studentenlebens empfiehlt.

Kleidung und Lernmittel

Maximal sind 55 Euro pro Monat zu erwarten, wenn es um den Erwerb von Kleidung geht. Dies bezieht sich allerdings auf Studierende, die nicht jedem Modetrend hinterherlaufen. Lernmittel hingegen können je nach Studienfach von 20 bis 70 Euro monatlich variieren. Besonders häufig sind teure Bücher der Grund für eine Kostenexplosion, welche unabdingbar für das Voranschreiten des Studiums sind.

Sonstige Kosten

Je nach Ausgangssituation fallen ferner zu zahlende Geldbeträge für den Nah- bzw. Fernverkehr an, um ein Studium aufnehmen zu können. Hier gilt es, bis zu 50 Euro miteinzubeziehen. Bei Verwendung eines eigenen Autos hingegen sind es durchschnittlich 130 Euro.

Für Kommunikationsmittel – ergo das Telefon bzw. Handy sowie Internet – wird üblicherweise mit 30 Euro gerechnet, wobei die Nutzung von Flatrates sehr empfehlenswert ist. Studenten, die ihre Krankenversicherung selbst tragen, zahlen im Schnitt 100 bis 130 Euro, während bis zum 25. Lebensjahr eine Mitversicherung bei den Eltern möglich ist.

Zuletzt sind die Semester-Kosten zu berücksichtigen, welche je nach Studium von 10 bis hin zu 170 Euro monatlich reichen können.

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Wie viel darf ein Student verdienen?

17:35
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Während des Studiums müssen viele Studenten nebenbei arbeiten gehen. Die Unterstützung der Eltern, das Kindergeld oder auch das BaFöG reicht oft nicht aus. Mit Nebentätigkeiten wird das Studium finanziert. Studenten sind oft selbstständig, haben eine kurzfristige Vollzeitbeschäftigung oder einfach nur einen Nebenjob. Wie viel darf denn ein Student dazuverdienen?

Was ist ein Student?

Ein Student gilt als Student, wenn er immatrikuliert ist. Die Immatrikulation bedeutet die Einschreibung an Universitäten oder Fachhochschulen. Arbeitet ein Student nebenbei, darf er 19 Wochenstunden arbeiten – aber nicht mehr als diese vorgegebene Stundenzahl. Arbeitet ein Student mehr als 19 Stunden, ist er kein Student mehr, auch wenn er weiter immatrikuliert ist.

Das Einkommen des Studenten

Für einen Studenten gibt es nicht nur die Begrenzung der Wochenstunden, sondern auch die Begrenzung des Einkommens. Allerdings gibt es Grenzen, je nach Beschäftigung. Grundsätzlich darf ein Student 450 Euro monatlich verdienen. Der Arbeitgeber kümmert sich um die Pauschalabgaben (Sozialversicherung). Der Student hat keine steuerlichen Abgaben. Bei 450 Euro ist es egal, wie viel Jobs der Student hat. Die Grenze des Verdienstes darf nicht überschritten werden. Ansonsten muss er Lohnsteuer abführen.

Die kurzfristige Vollzeitbeschäftigung

Ein Student kann auch kurzfristig eine Vollzeitbeschäftigung annehmen. Dies geschieht oft im Rahmen der Saisontätigkeit sowie bei Messeveranstaltungen. Die Tätigkeit muss allerdings zeitlich begrenzt sein; also kurzfristig. Das heißt, sie darf fünfzig Arbeitstage nicht überschreiben. Dies sind umgerechnet zwei Monate, wenn die Woche fünf Arbeitstage hat.

Der Arbeitgeber braucht in diesem Fall keine Sozialversicherungsabgaben abführen. Der Student ist allerdings in diesem Fall lohnsteuerpflichtig. Die steuerfreien Einkünfte liegen derzeit bei 8004 Euro pro Jahr (2013).

Ein Student benötigt eine Lohnsteuerkarte, wenn er eine nicht-selbstständige Tätigkeit ausübt. Bei einer Selbstständigkeit ist ein Gewerbeschein pflicht, wenn es keine freiberufliche Tätigkeit ist. Dies ist zum Beispiel bei einer journalistischen Tätigkeit der Fall. Hat eine Student noch eine zweite Nebentätigkeit muss er auch eine zweite Lohnsteuerkarte haben.

Die Selbstständigkeit des Studenten

Ein Student hat auch die Möglichkeit, selbstständig zu arbeiten. Dazu wird ein Gewerbeschein benötigt, wenn es keine freiberufliche Arbeit ist (beispielsweise journalistische Arbeit). Die Gewerbesteuerpflicht ist im Gewerbesteuergesetz (GwStg) durch § 11 geregelt. Derzeit liegt die Steuerpflicht bei 24.500 Euro per Anno (2013).

Ein Student ist umsatzsteuerpflichtig, wenn der Umsatz zuzüglich Steuern den Betrag von 17.500 Euro übersteigt, und zwar im laufenden Kalenderjahr. Dies ist im Umsatzsteuergesetz (UStg) § 19 – Besteuerung der Kleinunternehmen geregelt.

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Bafög Formblatt 2

17:28
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Ein Antrag auf Ausbildungsförderung kann anstrengend und zeitraubend sein, wenn man sich nicht ausreichend informiert hat. Über kurz oder lang wird das Formblatt 2 von entscheidender Wichtigkeit sein. Dieses dient dem Amt für Förderung als Vergewisserung, dass der Erhalt von finanzieller Unterstützung gerechtfertigt ist. Einige Hochschulen und Ausbildungsstätten haben ihre eigenen Nachweise, die sie entweder von sich aus an die entsprechende Stelle schicken oder angefordert bekommen.

Das kann einerseits so aussehen, dass das zuständige Amt selbst diesen Nachweis anfordert oder den Geförderten auffordert, sich darum zu kümmern. In diesem Fall sollte man zunächst selbst nachfragen, ob es Formblätter von der Stätte gibt. Oft findet man auf der Internetseite seiner Hochschule eine Mail Adresse, mit Hilfe derer man einen formlosen Antrag stellen kann.

Sollten diese Möglichkeiten nicht bestehen, muss man das Formblatt 2 ausdrucken und an die Hochschule oder Ausbildungsstätte schicken oder damit ins Sekretariat gehen. Man sollte sich zeitig darum kümmern, da die Zahlung ansonsten vorübergehend unterbrochen werden kann.

Der erste Teil des Formblatts wird vom Antragstellenden ausgefüllt. Eingetragen werden müssen Name, Anschrift, Geburtsdatum, Förderungsnummer und die Angaben zur Ausbildungsstätte. Der Rest muss von der Stätte ausgefüllt werden. Aber keine Sorge – der Beginn dieses Abschnitts ist auf dem Formblatt deutlich zu erkennen. Der auszufüllende Bereich hängt von der Art der Ausbildung ab.

Die verschiedenen Abschnitte

Abschnitt A ist auszufüllen, wenn man Schüler ist und eine Förderung erhält oder beantragt. Es sind grundlegende Angaben zu machen wie die Art der Schulform – hier gibt es zum Beispiel die Varianten Kolleg, Fachoberschule oder Gymnasium. Dann folgt die Angabe der Fachrichtung oder die Bezeichnung des Lehrgangs. Wichtig sind dann noch die anfallenden Kosten.

Abschnitt B bezieht sich auf Praktika und ist weniger umfangreich. Wichtig sind nur die Fachrichtung und die monatliche Vergütung.

Der Abschnitt für Akademien und Hochschulen beschäftigt sich mit dem Studiengang, dem Fachsemester, in dem man sich befindet und der wöchentlich anfallenden Bearbeitungszeit.

Die Angaben zu Fernlehrgängen beziehen sich auf Beginn und Ende des Lehrgangs und der Teilnahme des Antragstellers. Es ist in jedem Fall sehr wichtig, dass die Ausbildungsstätte die Angaben durch eine Unterschrift und einen Stempel verifiziert.

Viel kann man bei diesem Formblatt nicht falsch machen. Dennoch ist es wichtig, sich um die Einreichung fristgerecht zu kümmern.

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Bafög Leistungsnachweis

17:17
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Neben der Entscheidung für eine Fachrichtung, stellt sich dem Studierenden zu Anfang eines Studiums auch die Finanzierungsfrage. Im Wesentlichen handelt es sich um das Aufbringen von Lebenserhaltungskosten, die zumeist mit der ersten Wohnung oder der Gründung einer Wohngemeinschaft auf einen zukommen.

BAföG als Grundlage für einen erfolgreichen Start

BAföG soll das ohnehin chaotische Leben eines Studenten erleichtern, indem sich die Studierenden keine oder wenig Sorgen um die Miete, Telefon oder Bahnticket machen müssen. Dennoch ist die Zahlung von BAföG an einen Leistungsnachweis seitens des Studierenden gekoppelt. Das heißt: Kann der Studierende bis zum Ablauf des vierten Semester den erforderlichen Leistungsnachweis nicht erbringen, wird die Leistung eingestellt.

Der Leistungsnachweis wird entweder vom zuständigen Prüfungsamt oder von der Fachbereichsleitung ausgestellt. Die Voraussetzungen für das Ausstellen eines solchen Leistungsnachweises sind unterschiedlich und hängen im Wesentlichen von der Satzung des jeweiligen Fachbereiches ab.

Angenommen: Der Studierende kann seinen Leistungsnachweis nicht abgeben, weil er die erforderlichen Prüfungsleistungen nicht rechtzeitig erbracht hat. So reicht es nicht, um den BAföG Anspruch wieder zu bekommen, den Nachweis in einem späteren Semester abzugeben. Damit die Zahlungen wieder fließen, muss der Student die verlorene Zeit wieder aufholen, indem er nicht nur die versäumten Prüfungsleistungen nachholt, sondern auch Leistungen aus den Folgesemestern erfolgreich erbringt.

BAföG – Leistungsnachweis in den höheren Semestern

Ab dem fünften Fachsemester wird die BAföG Leistung für den Besuch einer Hochschule, Fachhochschule oder Akademie nur dann geleistet, wenn der Studierende ein Zwischenzeugnis über die erbrachten Leistungen in den ersten vier Fachsemestern einreicht. Der Zwischenzeugnis kann beim zuständigen Prüfungsamt beantragt werden, sobald die notwendigen ECTS-Leistungspunkte vollständig erbracht wurden.

Fristen für die reibungslose BAföG Fortzahlung

In manchen Fällen überschneiden sich die Fristen für die Abgabe eines Leistungsnachweises beim BAföG Amt mit den Prüfungsterminen an der Uni. In diesem Fall kann der Studierende diesen innerhalb von vier Monaten nachreichen. Es muss jedoch aus dem Bescheid eindeutig hervorgehen, dass die Prüfungsleistungen im vergangenen – also im vierten Fachsemester – erbracht wurden.

Ausnahmen bestätigen die Regel: Wenn gesetzlich anerkannte Gründe für die Studienverzögerung vorliegen, wie zum Beispiel ein langer Krankenhausaufenthalt mit anschließenden Reha-Maßnahmen, so kann der Leistungsnachweis auch zu einem späteren Zeitpunkt erbracht werden (§ 48 Abs. 2 BAföG).

Schwangerschaft und Kindeserziehung

Im Falle einer Schwangerschaft mit der darauffolgenden Erziehungszeit, wenn diese für die Verzögerung der Leistungserbringung ursächlich war, kann nach § 15 Abs. 3 Nr. 5 BAföG ein Antrag auf Ausgleich der Semester gestellt werden. Dabei entspricht die gesamte Schwangerschaft einem Fachsemester. Bei Kindern bis zur Vollendung des fünften Lebensjahres entspricht jedes Lebensjahr einem Semester.

Auch der reguläre Besuch der Vorlesungen muss weiterhin erfolgen, sonst drohen Rückforderungen seitens des BAföG Amtes. Alternativ zum BAföG können die Studierende mit Kindern, bei einer Beurlaubung zum Beispiel, das Arbeitslosengeld 2 oder Hilfe zum Lebensunterhalt beantragen.

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Bafög und Nebenjob – was beachten?

21. Januar 2014 11:18
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Selbst der Bafög Höchstsatz genügt in der heutigen Zeit kaum noch, um die Kosten vür Lebensunterhalt, Studienmaterialien und Freizeit zu bestreiten. Daher ist es durchaus üblich, zusätzlich zum Bafög noch einen Nebenjob aufzunehmen. Hier gibt es einige Dinge zu beachten. Im folgenden Beitrag sollen die Fragen beantwortet werden, welche Richtlinien es in Bezug auf Bafög und Nebenjob gibt. Wieviel Geld kann man neben dem Bafög verdienen, ohne dass dieses eingeschränkt wird? Wieviel Zeit darf man für den Nebenjob investieren, ohne dass der Status als hauptberuflicher Student in Frage gestellt wird?

Der Baföghöchstsatz liegt derzeit bei knapp über 640 Euro pro Monat. Das klingt für einen Studenten zunächst nach einer Menge Geld. Wenn man sich aber die hohen Mietkosten in den meisten Studentenstädten anschaut kann schon dafür die Hälfte des Bafögs draufgehen. Weitere Kosten für das Studium und das Leben kommen noch dazu. die 640 Euro werden also schnell knapp. Es stellt sich also die Frage, wieviel Geld man nebenbei noch dazuverdienen darf.

Wieviel verdienen?

Die Rechnung ist ziemlich simpel. Pro Jahr dürfen 4.800 Euro neben dem Bafög dazuverdient werden, ohne dass es sich mindernd auf dieses auswirkt. Dabei wird von einem typischen Studienjahr ausgegangen, das im Oktober beginnt und im September nach den Sommersemesterferien endet. Werden diese 4.800 Euro überschritten, so kann es zu einer Rückforderung des gezahlten Bafögs kommen.

Dieser Betrag entspricht 400 Euro pro Monat, die per Nebenjob neben dem Bafög verdient werden dürfen. Wer keinen regelmäßigen Job hat, der kann aber auch größere Summen in den Semesterferien monatlich dazuverdienen. Wichtig ist nur, dass der Gesamtbetrag von 4.800 Euro im Jahr nicht überschritten wird.

Vorteile Nebenjob neben Bafög:

  • 400 Euro monatlich bzw. 4.800 jährlich dazu
  • Der Freibetrag von 4.800 Euro im Jahr kann ohne Anrechnung auf das Bafög dazuverdient werden.

  • finanzielle Flexibilität
  • Nebenjob + Bafög bedeutet natürlich eine deutlich gesteigerte finanzielle Flexibilität. Wer den Bafög Höchstsatz bekommt und auch noch 400 Euro pro Monat dazuverdienen kann, der kommt auf ein monatliches Einkommen von 1.040 Euro. Damit lässt es sich gut leben.

  • egal ob regelmäßiges Einkommen oder nur in Semesterferien
  • Es spielt beim Nebenjob neben dem Bafög keine Rolle, ob das Geld monatlich verdient wird oder größere Mengen in den Semesterferien reinkommen. Solange der jährliche Freibetrag von 4.800 Euro nicht überschritten wird, bleibt der Bafögsatz gleich.

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Studienfinanzierung per Bafög

7. Januar 2014 17:12
posted by adminjanoscho
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Bafög wurde geschaffen, um Studierenden unter die Arme zu greifen, deren Eltern finanziell nicht solide genug aufgestellt sind, um dies selber zu stemmen. Damit ist das Bafög eine der wichtigsten Formen der Studienfinanzierung überhaupt. Gerade die neuen Studienformen, wie Bachelor und Master machen es nötig, das Studium durch zeitsparende Varianten der Finanzierung zu bestreiten. Wer nachweisen kann, dass die Eltern oder der Partner nicht in der Lage sind, finanziell für einen aufzukommen, der hat in aller Regel Anrecht auf Bafög.

Bafög soll auch sicherstellen, dass Kinder aus weniger privilegierten Gesellschaftsschichten eine Chance auf ein Studium bekommen. Die Frage, die jedem angehenden Studenten auf der Seele brennt ist sicherlich: Habe ich Anrecht auf Bafög?

Wer bekommt Bafög:

  • deutsche Staatsbürger
  • Unter bestimmten Voraussetzungen werden auch Studenten ohne deutsche Staatsbürgerschaft gefördert. In aller Regel wird Bafög aber an Studenten mit deutscher Staatsbürgerschaft ausgezahlt

  • Erststudium
  • Durch Bafög soll ein erstes Studium gefördert werden. Er bereits über einen Hochschulabschluss verfügt, der hat in aller Regel keinen Anspruch mehr auf Bafög. Wenn der erste Hochschulabschluss ein Bachelor ist, dann kann ein Masterstudium gefördert werden.

  • Studiengangwechsel
  • Wer zu oft den Studiengang abbricht, der verliert seinen Anspruch auf Bafög. Ein Wechsel ist in aber möglich, solange bestimmte Voraussetzungen eingehalten werden.

  • Alter
  • Das Alter spielt natürlich auch eine Rolle. Wer über 30 Jahre alt ist und ein Erststudium absolvieren möchte, der wird keinen Anspruch auf Bafög mehr haben. Beim Masterstudium verlängert sich diese Frist bis zum Alter von 35 Jahren.

  • Hochschule
  • Nicht jedes Studium an jeder Hochschule wird durch Bafög gefördert. Fachhochschulen und Universitäten sind möglich. Ein Studium an der Berufsakademie wird dagegen nicht gefördert. Hier findet die Finanzierung des Studiums durch den Ausbildungsbetrieb statt.

Aktuelle Infos zum Thema Bafög & co

Bafög und Vermögen

Vermögen und Einkommen sind verschieden, auch aus Sicht des Bafög-Amtes. Einkommen bedeutet den regelmäßigen Zufluss an Geld durch abhängige, selbstständige oder andere Tätigkeiten, Vermögen bezeichnet hingegen ganz einfach das, was man an Finanzen, Anlagen und Wertgegenständen bereits besitzt. Folgende Bestimmungen über das Vermögen eines Auszubildenden und wie es für einen Bafög-Antrag beachtet werden muss, findet […]

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Meister-Bafög – Alternative für nichtakademische Weiterbildung

Wer die Ausbildung zum Meister, Techniker, Fach- oder Betriebswirt plant, dem greifen Bund und Länder mit dem Meister-Bafög finanziell unter die Arme. Auch Studenten, die bereits erfolgreich eine Lehre oder Berufsfachschule abgeschlossen haben, können es erhalten, solange sie noch über keinen Hochschulabschluss verfügen. Denn wer schon eine gleichwertige oder höhere Qualifikation besitzt, bekommt kein Meister-Bafög. […]

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BAföG Rückzahlung

Studierende, die BAföG erhalten, bekommen diese Leistung zu 50 Prozent als Zuschuss und zu 50 Prozent als unverzinsliches Darlehen des Staates. Geht es nach dem Studium um die BAföG Rückzahlung, betrifft das ausschließlich den Teil des BAföGs, der den Studierenden als Staatsdarlehen gewährt wurde. Erst fünf Jahre nach dem Studium beginnt die Tilgung des zinsfreien […]

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Elternunabhängiges BAföG -was beachten?

Um ihr Studium finanzieren zu können, sind viele Studierende auf BAföG angewiesen – die staatliche Unterstützung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz für Schüler und Studenten. Die eine Hälfte der monatlichen Förderung gibt es als Zuschuss ohne Gegenleistung, die anderen 50 Prozent als zinslosen Kredit. So sieht es der Gesetzgeber für alle Studentinnen und Studenten an Hochschulen, Akademien […]

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Bewilligungszeitraum Bafög

Unter dem Bewilligungszeitraum – auch unter der Abkürzung BWZ bekannt – versteht man den Zeitraum, in denen das Amt für Ausbildungsförderung BAföG auszahlt. Im Normalfall handelt es sich um 12 Monate, die der BWZ andauert, d.h. zwei Semester. Unter Umständen kann es auch sein, dass der Anspruch auf BAföG auch kürzer ausfällt als 12 Monate. […]

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Einkommensgrenze für das Bafög

Das Bafög ist eine Leistung des Staates zur Bestreitung des Lebensunterhaltes des Studenten, wenn dieser nicht anderweitig ausreichend gedeckt ist. Bafög wird zur Hälfte als Darlehen gewährt, das nach dem Studium zurück gezahlt werden muss. Für Studenten die bei den Eltern wohnen liegt der Baföghöchstsatz bei 495 €und für Studenten die nicht mehr bei den […]

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Lebenshaltungskosten als Student

Der Beginn eines Studiums bringt in der Regel gravierende Veränderungen im Alltag mit sich. Dies betrifft insbesondere häusliche als auch finanzielle Umstände, sodass eine gute Organisation von größter Wichtigkeit ist, um die monatlichen Lebenshaltungskosten auch tragen zu können. Doch wie sehen besagte Kosten für Studenten eigentlich aus? Allgemeine Daten Vorneweg sei gesagt, dass kein allumfassender […]

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Wie viel darf ein Student verdienen?

Während des Studiums müssen viele Studenten nebenbei arbeiten gehen. Die Unterstützung der Eltern, das Kindergeld oder auch das BaFöG reicht oft nicht aus. Mit Nebentätigkeiten wird das Studium finanziert. Studenten sind oft selbstständig, haben eine kurzfristige Vollzeitbeschäftigung oder einfach nur einen Nebenjob. Wie viel darf denn ein Student dazuverdienen? Was ist ein Student? Ein Student […]

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Bafög Formblatt 2

Ein Antrag auf Ausbildungsförderung kann anstrengend und zeitraubend sein, wenn man sich nicht ausreichend informiert hat. Über kurz oder lang wird das Formblatt 2 von entscheidender Wichtigkeit sein. Dieses dient dem Amt für Förderung als Vergewisserung, dass der Erhalt von finanzieller Unterstützung gerechtfertigt ist. Einige Hochschulen und Ausbildungsstätten haben ihre eigenen Nachweise, die sie entweder […]

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Bafög Leistungsnachweis

Neben der Entscheidung für eine Fachrichtung, stellt sich dem Studierenden zu Anfang eines Studiums auch die Finanzierungsfrage. Im Wesentlichen handelt es sich um das Aufbringen von Lebenserhaltungskosten, die zumeist mit der ersten Wohnung oder der Gründung einer Wohngemeinschaft auf einen zukommen. BAföG als Grundlage für einen erfolgreichen Start BAföG soll das ohnehin chaotische Leben eines […]

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Bafög und Nebenjob – was beachten?

Selbst der Bafög Höchstsatz genügt in der heutigen Zeit kaum noch, um die Kosten vür Lebensunterhalt, Studienmaterialien und Freizeit zu bestreiten. Daher ist es durchaus üblich, zusätzlich zum Bafög noch einen Nebenjob aufzunehmen. Hier gibt es einige Dinge zu beachten. Im folgenden Beitrag sollen die Fragen beantwortet werden, welche Richtlinien es in Bezug auf Bafög […]

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Studienfinanzierung per Bafög

Bafög wurde geschaffen, um Studierenden unter die Arme zu greifen, deren Eltern finanziell nicht solide genug aufgestellt sind, um dies selber zu stemmen. Damit ist das Bafög eine der wichtigsten Formen der Studienfinanzierung überhaupt. Gerade die neuen Studienformen, wie Bachelor und Master machen es nötig, das Studium durch zeitsparende Varianten der Finanzierung zu bestreiten. Wer […]

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