Studentenkredite – warum sich manche Banken schwer tun

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Der Großteil des Konsums in unserer Gesellschaft basiert auf kreditfinanzierten Käufen. Dies beginnt beim Laptop, zieht sich über Kücheneinrichtungen bis zu Autos hin. Im Grunde spricht auch wenig dagegen, sieht man einen Kredit als Nachsparen. Niedrige Zinsen machen es fast unmöglich, in einem überschaubaren Zeitraum das Sparziel zu erreichen. Auf der anderen Seite machen niedrige Zinsen eine Finanzierung über die Notwendigkeit hinaus noch attraktiv. Es sind aber nicht nur berufstätige Menschen, die einen Darlehensbedarf feststellen. Auszubildende und Studenten sind von dieser Problematik ebenso betroffen. Ein Auto, die Einrichtung für die erste Wohnung oder ein hochwertiger PC können die vorhandenen Barmittel schnell übersteigen. Der Weg führt in diesem Fall logischerweise zur Bank, in der Hoffnung, dort ein Darlehen zu erhalten.

Festes Einkommen als Grundvoraussetzung

Im Gespräch stellen Studenten aber schnell fest, dass die bunten Plakate, mit denen die Geldhäuser ihre Darlehen bewerben, leider auf eine bestimmte Zielgruppe abgestellt sind. Voraussetzung für einen Kredit ist ein festes regelmäßiges Einkommen und ein ungekündigtes Arbeitsverhältnis. Nicht alle Studenten erfüllen diese Voraussetzung. BAföG-Zahlungen werden von den Kreditinstituten nicht anerkannt, da es sich dabei um ein nicht pfändbares Einkommen handelt. Banken gehen bei der Kreditvergabe grundsätzlich vom schlimmsten Fall aus, dass der Darlehensnehmer den Kredit nicht zurückzahlen kann. Die Gehaltsabtretung ist daher die Grundvoraussetzung für die Darlehensvergabe. Auch wenn ein Darlehen durch einen Studenten noch so gut zu bedienen sein kann, ohne die oben genannten Voraussetzungen besteht keine Chance.

Welche Lösungen bieten sich an?

Die nahe liegendste Lösung wäre, die Eltern oder den berufstätigen Partner als Mitantragsteller in den Kreditvertrag mit hineinzunehmen. Erfüllen die Mitantragsteller die Grundvoraussetzungen, steht einer Darlehensvergabe nichts mehr im Weg. Die günstigsten Kredite finden sich über Vergleichsportale, beispielsweise Kredittestsieger.org. Eine andere Möglichkeit, die allerdings hinsichtlich der Zinsen deutlich teurer ausfällt, wäre die Kreditkarte. Kreditkarten mit Kreditrahmen sind Bestandteile kostenloser Kontopakete, die auch Studenten nutzen können. Der ausgenutzte Kreditrahmen muss nicht in einer Summe im nächsten Monat zurückgeführt werden, sondern kann in monatlichen Raten ausgeglichen werden. Die Mindestratenhöhe variiert von Kreditkarte zu Kreditkarte und beginnt in der Regel bei 30 Euro monatlich. Der Zinssatz liegt allerdings deutlich über dem eines klassischen Ratenkredites und lässt sich eher mit den Zinsen für einen Dispokredit vergleichen. Haben die Eltern ein wenig Vertrauen in ihren akademischen Nachwuchs, werden sie sicher auch eher dazu tendieren, dass sie den Kreditvertrag des Studenten mitunterzeichnen oder als Bürge aufgeführt werden. Von der Kostenseite stellt dies die deutlich attraktivere Lösung dar als die Ausschöpfung des Kreditrahmens über die Kreditkarte.

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